Die unbekannte Perle Belize
Belize liegt an der Karibikküste Mittelamerikas, am südlichen Ende der mexikanischen Yucatan-Halbinsel. Im Norden und Nordwesten grenzt es an Mexiko (Grenzfluss Rio Hondo), im Westen und Süden (Grenzfluss Sarstun) an Guatemala. Mit ca. 23 000 qkm ist es nach El Salvador das zweitkleinste Land Amerikas und etwa so groß wie Hessen. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 280 km, in Ost-West-Richtung 110 km. 65% des Landes sind Waldgebiete. Das nördliche von Flüssen durchzogene Tiefland erreicht eine Höhe von ca. 100 m, nimmt fast die Hälfte des Landes ein und besteht teilweise aus ausgedehnten Sümpfen und Lagunen. Der früher vorhandene Baumbestand wurde von britischen Holzfällern geschlagen. In den entwässerten Gebieten wird heute Zuckerrohr angepflanzt. Hauptfluss dieser Region ist der Belize River, der die Grenze zu den südlichen Gebirgen zieht. Die flache Küstenebene, in der die meisten Bewohner Belizes siedeln, dehnt sich in Nord-Süd-Richtung über die gesamte Länge des Landes aus. Mangrovensiedlungen, Marschen, Sümpfe (sie machen etwa ein Viertel der Gesamtfläche Belizes aus) und Lagunen bestimmen die Landschaft. Viele Flüsse münden ins Meer, sind aber nur auf kurzen Strecken und lediglich mit flachen Booten befahrbar. Sie schwemmen eine Reihe von langen Sandbänken auf. Wegen des sehr flachen Wassers vor der karibischen Küste gibt es kaum Häfen. Im Westen und Süden Belizes ragt das zentrale Gebirge aus der Mountain Pine Ridge (300-900 m), der Cockscomb (Hahnenkamm-) Range und den Maya Mountains auf. Höchste Erhebung des Landes ist der Victoria Peak mit 1122 m. Mountain Pine Ridge und Maya Mountains bilden die Wasserscheide Belizes. Obstplantagen, Nadelwälder und tropischer Regenwald sind hier zu finden. Vor der Küste Belizes erstreckt sich in einer Länge von 180 km das zweitgrößte Korallenriff der Welt. Zwei größere Inseln (Ambergris Caye und Turneffe Islands) sowie 175 zumeist unbewohnte kleinere Cayes liegen 25-40 km vor der Küste. Sie sind nur mit kleinen Booten oder Kleinflugzeugen zu erreichen. Günstige Lastminute Reisen nach Mittelamerika werden wegen ihrer beeindruckenden Landschaften und ihrer abwechselungsreichen Kulturen immer beliebter. Die Cayes-Inseln bestehen größtenteils aus Korallenablagerungen, sind von Mangroven und Palmen bewachsen, manchmal auch nur von Sand bedeckt und meist von Lagunen zergliedert. Das südliche Tiefland (Toledo District) jenseits der Gebirge ist aufgrund der ungünstigen Verkehrsanbindung kaum bewohnt. Hier dominieren dichte Vegetation, Bananenplantagen und Sümpfe. In diesem Landesteil leben die sog. Garffuna, Nachkommen afrikanischer Sklaven, und Maya-Angehörige.

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