Reisetipps

Reisetipps weltweit

Archive for the ‘Allgemein’ Category

Was kostet Urlaub im Ferienhaus?

Sep-30-2009 By admin

Urlaub im Ferienhaus oder in der Ferienwohnung ist ideal für Familien mit Kindern, verspricht er doch Freiheit und Privatsphäre. Unterkünfte für Selbstversorger haben zudem den Ruf, besonders preiswert zu sein, und das selbst in der sommerlichen Hochsaison. Dieser Annahme ist atraveo, der große Ferienhausmarkt im Internet, auf den Grund gegangen. Über alle Reiseländer betrachtet liegt der durchschnittliche Mietpreis für eine Ferienunterkunft in der zurückliegenden Sommersaison bei 583 Euro je Woche. Hierin sind Nebenkosten, etwa für Endreinigung und Bettwäsche, nicht enthalten. Ein Ferienhaus wird im statistischen Durchschnitt von 4,1 Personen bewohnt, so dass sich pro Kopf ein Mietpreis von etwa 142 Euro ergibt.

Betrachtet man den Mietpreis je Reiseland, zeigen sich erhebliche Unterschiede. Mit 472 Euro je Woche ist die Sommerfrische im Feriendomizil in Österreich am günstigsten. Ähnlich preiswert sind Deutschland, Polen und die Schweiz. Tiefer in die Tasche greifen müssen Urlauber in Frankreich und Spanien wo ein Ferienhaus im Schnitt 736 Euro respektive 777 Euro kostet. Überraschend ist, dass das oft als preiswert gerühmte Kroatien mit 592 Euro fast das italienische Preisniveau erreicht (593 Euro). Diese Reiseländer liegen mit den Niederlanden und Dänemark im preislichen Mittelfeld.

Für die Zahlen hat atraveo alle Buchungen von Ferienhäusern und Ferienwohnungen im Reisezeitraum 1.6. bis 30.9.2009 ausgewertet

Redirec-tweet-button in

Hilfe gegen See und Reisekrankheit

Jun-15-2009 By admin

Berlin/dpa. Der Mund wird trocken, kalter Schweiß bricht aus. Dazu kommen Schwindel und Übelkeit, bis der Betroffene schließlich «die Fische füttern» muss: An Bord erwischt viele Reisende die Seekrankheit.

Zwar gipfelt die Variante der Reise- oder Bewegungskrankheit (Kinetose) nicht immer in schwerem Erbrechen - aber auch weniger ausgeprägt kann sie die Bootstour vermasseln. Mit Medikamenten, aber auch mit einfachen Verhaltensregeln lässt sich ihr gut begegnen.

1237371818651l in

Vor der Seekrankheit ist so gut wie niemand sicher - bei stürmischem Wellengang erwischt es manchmal selbst altgediente Seebären. (Bild: dpa/tmn) (FOTO: DPA)

Erklärt werde die Kinetose meist damit, «dass der Körper Schwierigkeiten hat, verschiedene widersprüchliche Reize zu verarbeiten», sagt Michael Knappich, Arzt für Reisemedizin am Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin. Durch die Schaukelbewegungen auf See komme es zu einer Diskrepanz zwischen dem, was das Auge sieht, und dem, was das Gleichgewichtsorgan und andere Bewegungssensoren ans Gehirn melden. Dabei wird vermehrt Histamin ausgeschüttet. Einer neuen Hypothese des Allergologen Reinhard Jarisch aus Wien zufolge löst erst das Histamin die Symptome aus.

Völlig gegen Seekrankheit gefeit ist fast niemand, individuell gibt es aber große Unterschiede. «Es gibt Menschen, die besonders anfällig sind, und solche, die überhaupt keine Probleme haben», sagt Knappich. Unterschiede gibt es auch darin, auf welche Wellenbewegungen Menschen reagieren. «Einige Leute empfinden kleine, kurze Bewegungen als sehr unangenehm, andere Leute lange Rollbewegungen», sagt Andreas Koch, Flottillenarzt am Schiffahrtsmedizinischen Institut der Marine in Kiel-Kronshagen.

Zumindest auf großen Schiffen sind diese Bewegungen kaum noch ein Problem: «Die Stabilisatoren auf einem modernen Kreuzfahrtschiff haben der Seekrankheit längst den Schrecken genommen», sagt Karl Rabe, Schiffsarzt auf dem Kreuzfahrtschiff «MS Europa».

Einige vorbeugende Verhaltensweisen vergrößern die Chance, der Seekrankheit zu entgehen: «Auf Alkohol und Nikotin sollte man am Vortag und am Tag der Reise lieber verzichten», rät Knappich. Am Tag der Fahrt sollte der Reisende ausgeschlafen sein und eher kleine Mahlzeiten zu sich nehmen - «der Magen sollte weder ganz leer noch ganz voll sein». Zudem sei der Aufenthalt mittschiffs besser als am Bug oder Heck, weil dort relativ wenig Seegang zu spüren ist.

Wenn es einen doch erwischt: am besten aufs Oberdeck an die frische Luft gehen und einen Punkt am Horizont fixieren. Unter Deck sei das Risiko größer. «Da sehen Sie eine gerade Wand, während das Gleichgewichtsorgan meldet, es schaukelt», sagt Koch. Als guten Trick nennt er außerdem: «In die Koje legen. Denn beim Schlafen sinkt automatisch der Histaminspiegel.»

Wer weiß, dass er sehr anfällig ist oder ihn eine raue See erwartet, der sollte schon einige Stunden im Voraus Medikamente nehmen. «Antihistaminika wie Diphenhydramin oder Dimenhydrinat eignen sich bei mittleren bis leichten Beschwerden», erklärt Knappich. Für stärkere Beschwerden empfiehlt er Präparate mit Scopolamin oder Promethazin. Hat der Betroffene die vorbeugende Medikation versäumt und hängt über der Reling, dann helfen meist nur noch Zäpfchen mit Diphenhydramin oder Metoclopramid. «Bei akuten Fällen geben wir diese Wirkstoffe als Injektion», sagt Schiffsarzt Rabe.

Alle Medikamente haben als Nebenwirkung Müdigkeit. Bei eher leichten Beschwerden lohnt es sich also, Alternativen auszuprobieren. So scheint Ingwer, ein altes Seefahrer-Mittel, bei leichten Beschwerden oft gut zu wirken, auch wenn dies wissenschaftlich noch nicht belegt ist. Möglicherweise hilft auch Vitamin C - dessen Wirksamkeit prüfte kürzlich das Schiffahrtsmedizinische Institut der Marine. Die Grundüberlegung: Da Vitamin C bewiesenermaßen Histamine abbaut, könnte es eine vergleichbare Wirkung wie Antihistamika haben, aber ohne deren Nebenwirkungen, sagt Forschungsleiter Koch.

Private Website mit Infos zur Seekrankheit: www.esys.org/seekrank

Rezeptfrei in Apotheken gibt es Antihistaminika wie Diphenhydramin oder Dimenhydrinat sowie Scopolamin-Pflaster. Rezeptpflichtig dagegen sind Promethacin-Präparate, die bei sehr schweren Symptomen angezeigt sind. Rezept- und nebenwirkungsfrei, aber auch weniger wirksam, sind Ingwer-Präparate.

Redirec-tweet-button in