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Archive for Februar, 2009

Heerscharen von Künstlern haben das einzigartige Licht, das milde Klima, die Vielfalt der Landschaften und die Schönheit der Küste der Provence  inspiriert. In diesem Jahr finden zwei Kunstausstellungen in Antibes und Aix-en-Provence statt. Daher haben sich die Tourismusämter Provence-Alpes-Cote d’Azur, Riviera-Cote d’Azur, Bouches-du-Rhone und Aix-en-Provence zusammenschlossen und eine Reiseroute zwischen Avignon und Antibes auf den Spuren Picassos kreiert.

Ab sofort bietet das regionale Fremdenverkehrsamt Provence-Alpes-Cote d’Azur eine thematische Reise zu den Lebens- und Schaffensstätten Pablo Picassos an. Diese Tour von Avignon nach Antibes kann man individuell bereisen. Als sehr hilfreiches Werkzeug liefert das Tourismusamt eine spezielle Broschüre in Form einer Landkarte mit zahlreichen Veranstaltungsorten, Erklärungen und praktischen Informationen. Die Broschüre ist in englischer und französischer Sprache erhältlich und kann beim regionalen Tourismusamt bestellt werden oder ist direkt vor Ort in den Tourismusämtern erhältlich.

Zwei besondere Ausstellungen von Picassos Werken werden in diesem Jahr auch noch geboten: Im Picasso-Museum in Antibes Juan-les-Pins kann man vom 28. März bis 21. Juni 2009 eine einzigartige Ausstellung von rund 150 Bildern aus der Epoche von 1945 bis 1949 sehen. Einerseits handelt es sich um Bestände aus der Sammlung des Museums, andererseits aber auch um Werke aus privaten Sammlungen, die zum Teil noch nie in Antibes ausgestellt wurden. Im Musee Granet  in Aix-en-Provence läuft vom 25. Mai bis 27. September 2009 die Ausstellung “Picasso regarde Cezanne”. Thema ist der Einfluss Cezannes auf Picasso. Bilder, Skulpturen, Zeichnungen und Gravuren zeigen Bezüge, Studien und Gedanken des spanischen Malers zu seinem französischen Vorbild dessen Kunstwerke ebenso ausgestellt werden. Die Werke stammen aus nationalen sowie internationalen Museen aus Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Dänemark, Schweiz, USA, Russland, Japan und auch aus privaten Sammlungen.

Mit einer weiteren Besonderheit wartet man in der Umgebung von Aix-en-Provence zwischen dem 27. Mai und 25. September auf. Das Chateau Vauvenargues  , die letzte Ruhestätte Picassos, wird der Öffentlichkeit zugänglich sein. Neben den Privaträumen kann auch das Atelier besichtigt werden. Einlass in das Schloss wird es nur für Kleingruppen bis 19 Personen und nur auf Reservierung geben. Seit 1977 stellen die Regisseure der Cathedrale d’Images  jedes Jahr eine neue Welt aus Bildern und Musik vor. In diesem Jahr findet im Steinbruch eine Hommage an Picasso statt. Das Datum ist nicht zufällig gewählt, denn 1958 hat Picasso an den Dreharbeiten des Films “Das Testament des Orpheus” in der Cathedrale d’Images teilgenommen. Vom 25. Februar bis zum 3. Januar 2010 ist die Kunstkathedrale täglich geöffnet.

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Die irische Billigfluglinie Ryanair http://www.ryanair.com überlegt ernstlich, die Benutzung von Bordtoiletten kostenpflichtig zu machen. In einem BBC-Interview meint Ryanair CEO Michael O’Leary, dass es vorstellbar wäre, die Toilettentüren in den Flugzeugen mit Münzeinwurfschlitzen zu versehen. Die Konsumentenschutzorganisation Which? http://www.which.co.uk kritisierte den Vorschlag als eine Profit- statt Passagierpolitik.

Ryanair war erst in der Vorwoche heftiger Kritik ausgesetzt, als man angekündigt hatte, sämtliche Check-In-Desks bis Ende des Jahres zu schließen, um die Kosten noch weiter zu senken. Die von Ryanair verkauften Flugtickets beschränken sich einzig und allein auf den Transportkosten. Die Politik, dass aufgegebenes Gepäck nur gegen separate Aufgabegebühren mitgenommen wird, gibt es bereits bei anderen Billig-Fluggesellschaften auch. So verrechnet auch SkyEurope und AirLingus Gepäck separat. Wer beim Online-Buchen vergisst, ein gechecktes Gepäcksstück anzukreuzen, muss beim späteren Check-in tiefer in die Tasche greifen.

“Wir machen alles, damit der Flugpreis möglichst niedrig bleibt”, verteidigt sich O’Leary. Er glaube nicht, dass jemand in ein Ryanair-Flugzeug steige und gar kein Geld bei sich trage. “Wenn Sie am Bahnhof eine Toilette aufsuchen, müssen Sie auch Geld haben, um dafür zu bezahlen”, fügte der Airline-Chef hinzu. Rochelle Turner, Head of Research bei Which? Holiday meinte, dass die Fluglinie offensichtlich keinen Pardon kenne, wenn es darum geht, noch irgendwo schnelles Geld zu machen. Offensichtlich spiele das Profitdenken eine größere Rolle als der Komfort der Fluggäste. “Wer für die Toilette bezahlen muss, wird sich auch gut überlegen, die ohnehin überteuerten Getränke an Bord eines Ryanair-Flugzeugs zu konsumieren.”

In einem heute, Freitag, von der Stiftung Warentest http://www.test.de veröffentlichten Test von zehn Billigfliegern hinsichtlich Preisniveau, Preisverfügbarkeit, Information, Buchung und kundenunfreundliche Passagen kam heraus, dass keine Airline in allen Punkten überzeugen konnte. Die billigsten Flüge wurden bei Ryanair und Easyjet gefunden, die besten Informationen lieferten dagegen Air Berlin, British Airways und Lufthansa. In den AGB aller getesteten Fluggesellschaften wurden Klauseln entdeckt, die den Fluggast etwa bei einer Umbuchung oder Stornierung des Fluges benachteiligen. Zitiert wird etwa ein Beispiel mit Ryanair: Aus 15,19 Euro für den einfachen Flug nach Mallorca werden im Handumdrehen 280,03 Euro für den Hin- und Rückflug. Aufschläge für Abfertigung, Versicherung, Gepäck und die Zahlung per Lastschrift treiben das Billigangebot auf normale Flughöhe. Die Ersparnis geht unweigerlich verloren.

Kritisiert wird zum Beispiel auch, dass Ryanair und Easyjet als negative Beispiele mit vielen Zuschlägen hantieren: Das Gepäck kostet extra. Bei Ryanair müssen die Passagiere auch die Abfertigung am Flughafen extra bezahlen. “Viele Extras waren bei der Onlinebuchung im Test schon ausgewählt. Bei Easyjet die Gepäckkosten und eine Versicherung, bei Ryanair die Gebühr für bevorzugtes Einsteigen und eine Versicherung. Wer sparen will, muss die Zusatzangebote eigens deaktivieren”, so die Stiftung Warntest. Eine solche Voreinstellung sei laut EU-Verordnung nicht mehr erlaubt.

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