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Archive for Januar, 2009

Mit dem Allradfahrzeug das weite Hinterland Westaustraliens entdecken – in der neuen Broschüre „Australia`s Golden Outback“ stehen abenteuerlustigen Selbstfahrern eine Vielzahl an Möglichkeiten offen, das Goldene Outback Westaustraliens zu erkunden.

Outbach Kangu in Goldminen, exotische Tiere und tolle Landschaften

Ein Känguruh macht Pause am Lucky Bay Beach. Foto: Western Australia Tourism

Ob „Miners Pathway“ oder „Kingsford Smith Mail Run“: Die Touren führen die Reisenden über die Postwege von einst zu alten Goldgräberstädten, vorbei an Kängurus und Emus. Besonderes Highlight ist der „Golden Quest Discovery Trail“, eine 965 Kilometer lange Selbstfahrerroute mitten durch das Hinterland von Down Under. Über unbefestigte Straßen geht es zu atemberaubenden Landschaften und abgelegenen Orten wie Kalgoorlie oder Laverton, wo die Abenteurer am Abend ein Bier in einem der zahlreichen Pubs genießen.

Die viertägige Reise „Outback Way“ startet in der Minenstadt Kalgoorlie und führt zur Geisterstadt Gwalia, wo man das historische Hoover House besichtigen kann, einst der Wohnsitz des ehemaligen US-Präsidenten Herbert Hoover. Die Strecke durch die Great Victoria Wüste führt zu Salzseen, Höhlen, Quellen und Naturreservaten. Eine weitere Besonderheit ist der „Wool Wagon Pathway“, der sich entlang der riesigen Schaf- und Rinderfarmen schlängelt. Am Ende der Tour erwartet die Reisenden das Ningaloo Reef, wo sie am Strand entspannen oder den größten Fisch der Welt, den Walhai, bestaunen können.

Outback Mine in Goldminen, exotische Tiere und tolle Landschaften

Die Windarra-Mine. Foto: Western Australia Tourism

Ein echtes Aussie-Erlebnis, das auf keinen Fall fehlen darf, ist der Besuch eines australischen Pubs. Bei einem abendlichen Pubbesuch werden die Australien- reisenden zurück in die Vergangenheit versetzt - im Kolonialstil erbaut stellen viele der so genannten „Hotels“ schon allein architektonisch eine Besonderheit dar. Nicht nur ihre Lage im Ortskern ist zentral, auch im öffentlichen Leben spielen sie eine wesentliche Rolle. Ungewöhnliche Öffnungszeiten wundern hier keinen. Mancherorts wird der Zapfhahn bereits um sechs Uhr morgens aufgedreht. In Kalgoorlie zum Beispiel haben die Pubs zu jedem Schichtende der Minenarbeiter geöffnet.

Hintergrund:
Westaustralien erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 2,5 Millionen Quadratkilometern und ist damit der größte Bundesstaat Australiens. Er hat etwa die Größe Westeuropas – einige Farmen sind fast so groß wie Deutschland und verfügt über 12.000 Kilometer Küste und 99 Nationalparks. Hier leben 1,8 Millionen Menschen, allein 1,3 Millionen in der Metropole und Hauptstadt Perth. Das Klima Westaustraliens reicht vom Tropenklima mit wechselnden Regen- und Trockenzeiten in der Kimberley Region bis zu den gemäßigten Zonen des Südens. Perth genießt ein angenehmes Mittelmeerklima mit langen, heißen Sommermonaten (Dezember bis Februar) und milden, kühleren Wintermonaten (Juni bis August). Der Staat ist in folgende fünf Regionen gegliedert: Experience Perth, Australia’s South West, Australia’s Golden Outback, Australia’s Coral Coast, Australia’s North West.

Quelle: Tourism Western Australia

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Pinkeln in Venedig

Jan-24-2009 By admin

Venedig ist eine schöne Stadt - aber leider auch pleite. Um die Gemeindekassen aufzufüllen wird nun eine gebührenpflichtige Tageskarte für öffentliche Bedürfnisanstalten eingeführt. Man kann aber auch sparen.

Wer in Venedig ein dringendes Bedürfnis verspürt, muss künftig zunächst einmal tief in die Taschen greifen, bevor er Erleichterung erfahren darf. Ab dem ersten Februar kostet eine Tageskarte für die Benutzung öffentlicher Toiletten in der Lagunenstadt drei Euro.

Billiger wird es für die Millionen Touristen nur, wenn sie nicht zum Karneval oder in der Hochsaison anreisen oder aber ihren Klo-Besuch, wie auch andere Eintrittskarten, vorab im Internet buchen. «Die Stadtväter am Canal Grande setzten diesen Klo-Erlass als jüngsten Hebel ein, um die Kassen zu füllen.

«Venedig hat keinen Cent mehr, weder für seine Kirchen noch für die Denkmäler oder das Ausbaggern der Kanäle», erläutert Bürgermeister Massimo Cacciari. «Wir haben keine Gelder mehr, um den Dogenpalast zu restaurieren, der mit privater Werbung tapeziert ist». Er sieht das große historische und kulturelle Erbe der Dogen-Stadt in Gefahr.

Es gebe nur Geld für das geplante mobile Deichsystem zum Schutz gegen Hochwasser, «das wird viereinhalb Milliarden Euro kosten, und für den Rest der Stadt bleibt nichts mehr übrig.» Angesichts der Flut von insgesamt über 21 Millionen Besucher jährlich, sucht die Lagunenstadt nun bei diesen die Mittel, um sich finanziell über Wasser zu halten.

Frühbucher-Rabatt fürs stille Örtchen

Wer in der Nebensaison ein öffentliches «Häuschen» aufsuchen muss, seine Bedürfnisse aber bereits zuvor einkalkuliert und online bezahlt hat, für den kostet der Klo-Gang «nur» 1,50 Euro. Die Venezianer, die auch beim Besuch der öffentlichen Toilette zukünftig besser wegkommen als die Besucher aus aller Welt, haben ein vorab bezahltes Benutzer-Abo der Stadt bereits die «Pipi-Card» getauft.

«Wer vorbestellt, der zahlt weniger, das ist Venedigs neue Logik», tönt es aus dem Rathaus. Wie bei Parkplätzen, Vaporetto, Museen oder anderen Diensten könne die vorbestellte «WC-Card» zu einem nachhaltigen Tourismus beitragen und jene begünstigen, die für einen längeren Besuch vorab buchen.

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