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Archive for Oktober, 2008

Turbulente Tage an Börsen und in Banken lassen sich vielleicht am besten mit einer Reise in die gute alte Zeit überstehen. Natürlich sollte das ganze auch mit räumlicher Distanz verbunden werden. Die schönste nostalgische Flucht an den Stillen Ozean ist nur zehneinhalb Flugstunden entfernt: der Bundesstaat Oregon im pazifischen Nordwesten der USA bietet in diesen Wochen Cowboyromantik, Museen mit Spielzeugen aus Großmutters Kindertagen und historische Hotels zum süßen Träumen.

Oregon Angeln in Oregon: Reisen in die gute alte Zeit

Angelfreuden in herrlicher Natur. Foto: Travel Oregon

Land, Luft, Lasso, Lagerfeuer
Börsenkurse sind vergessen, wenn man sich in Vollmondnächten ans Lagerfeuer setzt und echten Cowboys - oder “Buckaroos”, wie sie in dieser Gegend meist genannt werden - lauscht, wie sie ihre Lieder singen und Geschichten erzählen. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit, beim Urlaub auf einer “Dude Ranch”, “Horse Ranch” oder “Working Cattle Ranch”. Dort kann man aber nicht nur reiten, sondern auch den allseits bekannten “Cowboysportarten” wie Hufeisen- oder Lassowerfen nachgehen. Oft sind die Gäste zudem eingeladen, richtig “anzupacken” - ob beim Viehtrieb oder bei der Reparatur eines Weidezauns. Die meisten Gästeranches sind während der sommerlichen Hauptsaison im Vollbetrieb geöffnet und bieten im übrigen Jahr ein - auch witterungsbedingt - eingeschränktes Programm. Da die Zahl der Gästezimmer sehr begrenzt ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig zu buchen. Meist gibt es Pauschalangebote mit 6 oder 7 Übernachtungen. In den meisten Fällen sind sämtliche Mahlzeiten im Preis inbeg riffen, denn dort, wo die Ranch liegt, stehen selten Restaurants - und schließlich gehört die deftige Hausmannskost auch zum authentischen Ranch-Erlebnis dazu.

Viele der Ranches haben den “Old West” noch selbst “miterlebt” und könnten wohl manch eine interessante Geschichte erzählen. Die Long Hollow Ranch im Herzen Oregons, rund 20 km nordöstlich von Sisters, bietet beispielsweise gemütliche Gästezimmer in einem über 100 Jahre alten, allerdings frisch renovierten Haus. Ob man über die Ranch reitet oder durch die benachbarte Hochwüste, durch Lärchenwälder, entlang der Randfelsen oder durch tiefe Schluchten: Hier ist Oregon noch wild und natürlich. Man kann beim Viehtrieb dabei sein, sich aber auch die Zeit beim Fliegenfischen vertreiben. Die Ranch kann 14 Gäste aufnehmen. Je nach Jahreszeit wird Long Hollow als “Guest Ranch” betrieben oder ist für Einzelübernachtungen mit Frühstück und Kurzaufenthalte buchbar. Die Preise liegen bei rund $190-230 (ca. Euro 145-175) pro Person und Nacht, je nach Saison und Aufenthaltsdauer.

Oregon Wildpfere in Oregon: Reisen in die gute alte Zeit

Wildpferde auf der Ranch. Foto: Travel Oregon

Die 1200 Hektar große Bar M Ranch liegt zwischen Kiefern, Föhren und Pappeln im äußersten Nordosten des Staates, rund 50 km östlich von Pendleton am Fuße einer Schlucht, unmittelbar am Fluss Umatilla. Sie wurde 1864 als Postkutschenstation gegründet, doch die heißen Quellen auf dem Gelände waren bereits den Indianern bekannt, die hier mächtige Geister am Werk wähnten. Um die vorletzte Jahrhundertwende glaubte auch ein Arzt namens Dr. Bingham an die Wunderkräfte des Wassers und baute ein Haus, in dem seine “Kurgäste” übernachten konnten. Dieses Haus ist eines der Gebäude, in dem heute die Ranchurlauber wohnen. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Unterkünfte auf der Ranch sowie Stellplätze für Camper. Zu den Gästen zählte 1926 sogar US-Präsident Calvin Coolidge. Die Preise für eine Übernachtung beginnen bei rund $95 (ca. Euro 70) pro Person und Nacht im Doppelzimmer in der Nebensaison. Der Preis beinhaltet die Vollpension und in der Hauptsaison auch zwei Ausritte pro Tag.

Großmutters Karussell reloaded
Höher, schneller, weiter? Alles Schnee von gestern! Nichts ist schöner als eine gemächliche Runde auf Großmutters Karussell mit geschnitzten Pferden, Seetieren, Vögeln und sogar Elefanten. In Albany lockt das American Dentzel Carousel Museum mit einer eindrucksvollen Sammlung aus den Schätzen der Dentzel-Familie. Der deutsche Einwanderer Gustav Dentzel brachte Mitte des 19. Jahrhunderts die Idee des Karussells aus Europa nach Amerika und legte damit den Grundstein für ein Familienimperium im Jahrmarktsgeschäft.

Noch ist neben den Leihgaben der Familie Dentzel kein klassisches Karussell zu besichtigen, aber Besucher haben hier Gelegenheit, aktiv am Bau mitzuarbeiten. Ein originaler Dentzel-Antriebsmechanismus im Wert von über 350.000 $ war vor sechs Jahren der Grundstein für das Projekt. Freiwillige haben in der Zwischenzeit schon eine Reihe von Reittieren geschnitzt und bemalt und in etwa vier Jahren soll das Karussell fertig gestellt sein. Weitere Informationen unter www.albanybrassring.com.

Quelle: Oregon Tourism Commission / Hotelangebote Oregon

Redirec-tweet-button in Oregon: Reisen in die gute alte Zeit

„Es ist gut, solange es aus Schokolade ist.“ Das ist das Motto des wahrscheinlich beliebtesten Festivals in Amsterdam: Vom 1. bis zum 16. November dreht sich beim „Chocafestival“ alles um das braune Gold mit dem hohen Suchtfaktor. Fast zwei Wochen lang können „Schokoholiks“ sich durch sämtliche Variationen von Schokoladenmenüs schlemmen.

Kinder-am-schokoladenbrunne in Schokoladenrausch: Amsterdam wird zum Schlaraffenland

Kinder am Schokoladenbrunnen. Foto: NBTC

In Amsterdam bekommen selbst erwachsene Naschkatzen nun zwei Wochen lang die Chance, ihre Geschmacks- nerven vollends zu verwöhnen. Galerien, Konditoreien, Bäckereien, gastronomische Betriebe und selbst einige Massagesalons zeigen beim diesjährigen „Chocafestival“ ihre Kunst mit Schokolade. Mehr als 60 Restaurants bieten eigens entwickelte Schokoladenmenüs an, überall in der Stadt finden ausgefallene Veranstaltungen statt. So können Romantiker eine süße Nacht im einzigartigen Schokoladen-Hotelzimmer des Hilton Hotels verbringen, das während der „Gran Gala del Cioccolato“ ein 5 Gänge-Menü inklusive ausgewählter Weine anbietet. Und im Kaufhaus Bijenkorf steht ein Schokopferd bereit: Wer sein richtiges Gewicht errät, gewinnt.

Zum Lunch mit Schokoladensuppe
Höhepunkt des Spektakels ist unangefochten der Lunch mit der wohl außergewöhnlichsten Kreation: Schokoladensuppe. Am 1. November lädt der Schokoladenfabrikant Tony Chocolonely alle Feinschmecker zwischen 12 und 16 Uhr ein, in der Zuiveringshal der Westergasfabriek kostenlos seine Suppe zu probieren. Pacific Parc schenkt dazu herzerwärmende Absacker ein – nur solange der Vorrat reicht.

Die Liaison zwischen dem Zuckerwerk und der Grachtenstadt ist nicht zufällig: Seit 1660 wird in Amsterdamer Cafés Kakao ausgeschenkt, und der größte Kakaohafen der Welt befindet sich hier. Mit dem Festival wollen die Veranstalter auch auf Qualität und Herkunft der Schokolade aufmerksam machen. Bisher wurde der Schokoladenmarkt von relativ billigen Produkten dominiert, die viel Zucker, Milch und auch Kokosfett enthalten, um die Produktionskosten zu drücken. Qualität verlangt jedoch einen Kakaoanteil von bis zu 85 Prozent – ein Thema, das bei der begleitenden „Fairtrade Woche“ vom 30. Oktober bis zum 9. November zur Sprache kommt.

Auf Pralinentour in Amsterdam
Wer nicht genug von Schokolade bekommt oder sich auch außerhalb des Festivals mit süßen Gaumenfreuden verwöhnen

Schokomaske in Schokoladenrausch: Amsterdam wird zum Schlaraffenland

Schokoladenmaske. Foto: NBTC

möchte, wird in Amsterdam fündig. Bekannt für seine ausgefeilten Tortenkreationen ist das Café „De taart van mijn tante“ an der Ferdinand Bolstraat. In ihren Kreationen experimentieren die zwei Amsterdamer mit Leib und Seele mit allen erdenklichen Farben und Formen.

„Unlimited delicious“ auf der Harlemmerstraat ist nicht nur Einheimischen ein Begriff, sondern hat sich mit seinen delikaten Pralinen bereits landesweit einen Namen gemacht. Das Besondere: die kleinen Leckerbissen werden gänzlich ohne Alkohol und aus feinster französischer und spanischer Schokolade mit geringem Zuckeranteil zubereitet. „Unlimited delicious“ backt außerdem ausgezeichnete Torten in den verschiedensten Varianten. Ebenso meisterhaft im Pralinenhandwerk ist „Puccini Bomboni“, mit zwei Läden am Singel und in der Staalstraat. Die Leckereien werden hier noch selbst auf traditionelle Weise hergestellt – nach hauseigenem Rezept. Daher beinhalten sie keine Konservierungsstoffe. Beim grandiosen Angebot zwischen Rhabarber, Zimt und Walnuss fällt auch hier die Wahl schwer – am besten man probiert sich durch das komplette Sortiment.

Quelle: Niederländisches Büro für Tourismus & Convention

Ferien02 Ani in Schokoladenrausch: Amsterdam wird zum Schlaraffenland

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